© Reza Hossin Abadi

Do, 17. Jan, 19-21 Uhr, SOAL (Große Bergstr. 154): Offenes Aktiventreffen der Seebrücke Hamburg 2019

16. Januar

„Wie tickt die NEUE RECHTE?“

Vortrag und Diskussion mit dem Historiker und Publizisten Volker Weiß

Raum: Raum 120, Edmund-Siemers-Allee (ESA West)

Zeit: 16. Januar 2019 von 18-20 Uhr

Neue rechte Bewegungen, wie die Identitären oder die zahlreichen Ableger von Pegida, verhelfen menschenfeindlichen und autoritaristischen Positionen derzeit zu einer erneuten Diskursfähigkeit. Um die Entstehungsbedingungen rechter Bewegungen zu verstehen und zu diskutieren, veranstaltet der Arbeitsbereich Sozialpädagogik einen Abendvortrag mit Volker Weiß.

Volker Weiß ist Historiker und freier Publizist, schreibt beispielsweise für DIE ZEIT, Taz und Frankfurter Rundschau. In seinem viel beachteten Buch „Die autoritäre Revolte. Die NEUE RECHTE und der Untergang des Abendlandes“ setzt er sich mit der Geschichte und der Gegenwart der neuen Rechten und ihren politischen Positionen und Strategien auseinander. Weiß analysiert, dass die NEUE RECHTE auf die Abschaffung von Demokratie und Liberalismus zielt, die sie als „Feinde des deutschen Volkes“ ausmachen. Eine Sozialpädagogik, die sich als Demokratiebildung versteht, muss sich mit diesen gefährlichen Positionen kritisch auseinandersetzen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Für Rückfragen stehen Ihnen Mathias Gintzel (mathias.gintzel@uni-hamburg.de) und Zoe Clark (zoe.clark@uni-hamburg.de) gerne zur Verfügung.

15.Januar:

„Menschliches Leben ist gemeinsames Leben von verantwortlichen Personen in der Welt.“

 

70 Jahre Blaues „Gutachten zur Hochschulreform“

Einladung zur Veranstaltung mit:

 

Prof. Dr. Peter Fischer-Appelt
Uni-Präsident (1970-1991)


am Dienstag, den 15. Januar 2019, 16 Uhr,
im ESA Ost Flügel, Raum 221 (Edmund-Siemers-Allee 1).

14. Januar

Büchel atomwaffenfrei jetzt! – Atomwaffen-Verbotsvertrag durchsetzen!

Veranstaltung zum Prozeß von Gerd Büntzly und unserer bundesweiten Kampagne mit zwei US-AktivistInnen: John LaForge und Susan Crane
in Hamburg - Ort : Brot & Rosen, Fabriciusstraße 56, 22177 Hamburg.
am Montag, 14. Januar, Beginn:  19:30 Uhr. Wir freuen uns über Rückmeldungen unter basisgemeinschaft@brot-und-rosen.de oder Fon 69702085 oder Fax -86.

Am 18. Juli 2017 drangen vier US-AktivistInnen und ein deutscher Aktivist (Gerd Büntzly) in den Hochsicherheitsbereich des Atomwaffen-Stützpunktes Büchel (Eifel) ein. Dort verbrachten sie eine Stunde auf einem Atombunker. Anschließend schrieben sie „disarm now“ auf das Stahltor und wurden kurz darauf von Bundeswehr-Soldaten gestellt.

Nur Gerd Büntzly wurde für diese Aktion angeklagt und vorm Amtsgericht in Cochem zu Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung verurteilt. Hiergegen läuft am 16. Januar 2019 um 14 Uhr das Berufungsverfahren
in Koblenz, bei dem die beiden AktivistInnen aus den USA als ZeugInnen auftreten werden. Die Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen) ist im Kampagnenrat der bundesweiten Kampagne Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt vertreten.
Unser GAAA-Beitrag während der jährlichen 20-wöchigen Aktionspräsenz in Büchel ist die Internationale Woche: neben vielen Blockaden und Mahnwachen verschafften sich darin ca. 66 Mal AktivistInnen (in den Jahren 2017 und 2018) „ungebetenen Einlass“ in den Atomwaffenstützpunkt.

Es wird in der Abendveranstaltung auch um die geplanten Proteste während 20-wöchigen Aktionspräsenz in 2019 gehen.
Darin wollen wir die Wichtigkeit von gewaltfreien zivilem Ungehorsam und international zusammengesetzten Protesten aufzeigen.

Wir freuen uns auf eurer Kommen!
Lieben Gruß,
Marion Küpker, GAAA  
Dietrich Gerstner, Brot & Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft
Julika Koch, Referentin für Friedensbildung in der Nordkirche

Sonntag, 13. Januar 2019,

13 Uhr

Erinnern heißt handeln:GEMEINSAM GEGEN DEN HASS


Eine Veranstaltung aus der Reihe: Gegen das Vergessen

Podiumsdiskussion mit
Esther Bejarano, Überlebende der KZ Auschwitz und Ravensbrück

Dr. Detlef Garbe, Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Dr. Regula Venske, Schriftstellerin, Präsidentin des PEN Deutschland

Ruben Herzberg, ehemaliger Schulleiter, Pädagoge

David Begrich, Arbeitsstelle Rechtsextremismus, Miteinander e.V., Magdeburg

Aktivisten aus der Antifa Schüler*innen Hamburger Schulen ohne Rassismus/Schulen für Courage


Musik: Liedermacher Shekib Mosadeq und Band
Mit dem Rollstuhl erreichbar, bei Voranmeldung wird in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht.


Unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg. Eintritt: frei
im Polittbüro, Steindamm 45 20099 Hamburg (Nähe Hbf/U-Bahn Lohmühlenstr.) V.i.S.d.P: AuschwitzKomitee@t-online.de

11. Januar

 

„Die Kurden. Ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion“ – Buchvorstellung mit Kerem Schamberger/Michael Meyen und Ramazan Mendanlioğlu

11. Januar 2019 | 18 Uhr | Fachbereich Sozialökonomie Universität Hamburg | Referat für Internationale Studierende (RIS) im AStA Uni Hamburg, Fachschaftsrat Sozialökonomie Uni Hamburg, Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (Nav-Dem) Hamburg

 

 „Autonomie und demokratischer Konföderalismus. Eine Gesellschaft, in die sich jeder einbringen kann und in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind, eine Gesellschaft, die sich nicht dem Profit unterordnet und die so auch Umwelt und Ressourcen schont – in einer Region, in der man vieles erwartet, nur das nicht. Emanzipation da, wo nicht wenige Männer Zweit- und Drittfrauen haben und wo weder Tradition noch Religion diese Männer davon abzuhalten scheinen, Weib und Schwester zu schlagen, wenn sie es für nötig halten.“ (Kerem Schamberger/Michael Meyen, „Die Kurden“, S. 121)

 

So beschreiben die beiden Autoren Kerem Schamberger und Michael Meyen die Schwierigkeiten zwischen Utopie und Realität in Rojava. Auf Initiative linker kurdischer Kräfte wird in diesem autonomen Gebiet in Nordsyrien aktuell ein Entwicklungsmodell für die gesamte Region aufgebaut. Es gründet auf dem Kampf für eine radikale politische wie wirtschaftliche Demokratie, soziale Gleichheit, Frauenbefreiung, gleichberechtigende kulturelle Pluralität, ökologische Nachhaltigkeit und Frieden. Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle für Selbst- und Gesellschaftsveränderung. Das wirkungsvolle Drängen auf gesellschaftliche Lebensfreude und solidarische Selbstbestimmung inmitten von Imperialismus, feudalen Strukturen und Krieg ist für die Regierung in der Türkei eine immense Bedrohung. Deshalb wird dieser Alternative vom türkischen Regime ein Krieg aufgezwungen, der jüngst im Angriff auf Afrin gipfelte. Von der BRD aus wird dieser Krieg gegen die kurdische Bevölkerung im türkischen und syrischen Teil Kurdistans vor allem mit Waffen und Amtshilfe bei der Kriminalisierung politischer Aktivität der kurdischen Bewegung unterstützt. Schon das Zeigen eines Bildes des Vorsitzenden der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) Abdullah Öcalan, der kurdischen Verteidigungseinheiten YPG und YPJ gegen den IS sowie des Logos des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan wird hier strafrechtlich verfolgt.

 

Warum verfolgen die deutschen Behörden die kurdische Bewegung? Wer sind überhaupt „die Kurden“ und was geht uns diese Bevölkerung von mehr als 30 Millionen Menschen an? Wieso wurde nach der Zurechtschneidung des Nahen und Mittleren Ostens nach dem Ersten Weltkrieg die kurdische Sprache, Kultur und Identität zu beseitigen versucht? Wer sind die AktivistInnen der kurdischen Bewegung? Wie werden in Rojava Wirtschaft, Verwaltung und Demokratie aufgebaut und gelebt und welche Bedeutung haben Bildung, Kultur und Wissenschaft dabei? Was können fortschrittliche Kräfte dort und hier voneinander lernen? Und was sollten wir hier ändern?

 

Diese und andere Fragen können mit den Autoren diskutiert werden, die für dieses Buch in den Nordirak und nach Rojava gefahren sind. Sie haben in Deutschland kurdische, türkische und deutsche Journalistinnen und Wissenschaftler interviewt, die gegen den Mainstream schwimmen. In unserer Buchvorstellung wollen wir neben einer grundlegenden Einführung in die Thematik einen besonderen Fokus auf die Organisation von Bildung und Wissenschaft legen.

 

Referenten unserer Veranstaltung sind die beiden Autoren Kerem Schamberger, politischer Aktivist und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der LMU München, und Michael Meyen, gelernter Journalist in der DDR und beim MDR und heute Professor für Kommunikationswissenschaft an der LMU München. Zur aktuellen Situation beim Aufbau von Hochschulen in Rojava wird Ramazan Mendanlioğlu, Doktorand an der Akademie der Weltreligionen der Uni Hamburg, sprechen.

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Wo: Hörsaal, Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg (ehem. HWP), Von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg

 

Wann: Freitag, 11. Januar 2019, 18 Uhr (c.t.)

 

Wer: Referat für Internationale Studierende (RIS) im AStA der Uni Hamburg, Fachschaftsrat Sozialökonomie der Uni Hamburg, Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (Nav-Dem) Hamburg

FB-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/751627798539060/

10. Januar
Info- und Dikussionsveranstaltung:
GELBE WESTEN - AUFSTAND IN FRANKREICH:
GEFAHR VON RECHTS, CHANCE FÜR LINKS

Donnerstag, 10. Januar 2019, 19:00 Uhr

Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60
Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg

Mittlererweile zum 7. Mal begaben sich kurz vor Weihnachten zehntausende
Gelbwesten in ganz Frankreich massenhaft auf die Straßen. Während die
Regierung Macronverlautbaren lässt, dass der Höhepunkt der Bewegung
längst überschritten sei, stemmen sich weiterhin zahlreiche Menschen im
ganzen Land gegen die Zumutungen des alltäglichen Kapitalismus, die
durch die offen neoliberale Agenda des Premierministers Macron weiter
befördert wurden.

Die Deutungshoheit über die teils massiven militanten Proteste
beanspruchen verschiedene politische politische Lager für sich oder
möchten diese, je nach politischer Couleur, bestimmten Gruppierungen in
die Schuhe schieben. Die Regierung Macrons beschimpft die Gelbwesten als
von Faschisten unterwandert und reagiert mit brutaler polizeilicher
Repression auf die Protestwellen. Teie der Linken in Frankreich und auch
Sarah Wagenknecht wähnen in den Gelbwesten den Beginn eines linken
'europäischen Frühlings' mit progressiver Agenda. Die Faschisten des
Rassemblement National um Marine Le Pen versuchen ihrerseits die
Proteste für ihre politische Agenda zu instrumentalisieren.

Wie aber verhält es sich tatsächlich mit den Protesten? Wie sind die
geprägt? Was haben die Gelben Westen für eine politische Agenda? Wie ist
diese einzuschätzen?

Die Interventionistische Linke (IL) Hamburg möchte diese und andere
Fragen gemeinsam mit Bernhard Schmidt und Nelli Tügel diskutieren.
Bernhard Schmidt lebt und arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre in Paris.
Er arbeitet als Jurist für die Gewerkschaft CGT und schreibt zudem als
freier Journalist unter anderem für die taz, die junge welt, konkret,
Telepolis und labournet.

Nelli Tügel ist Ressortleiterin Politik der Zeitung Neues Deutschland,
hat die Entwicklungen in Frankreich vor Ort verfolgt und berichtet
regelmäßig über die Proteste und die politische Entwicklung der
Gelbwesten-Bewegung.