© Reza Hossin Abadi

Der AK Friedenswissenschaft ruf auf:
Heraus zum Ostermarsch
 
Was könnten die USA nicht alles mit den Unsummen anfangen, die sie zur Zeit in die Rüstung stecken: die Altersversorgung ihrer Bürger auf ein menschenwürdiges Niveau anheben, mehr Bildung investieren sowie in der Umwelt- und Entwicklungspolitik Weltchampion werden. Donald Trump macht das genaue Gegenteil.“
Jürgen Todenhöfer, „Schluss mit dem Rüstungswahn“, Freitag Ausgabe 12/17, 22.03.‘17
 
Auch Konservative können erkennen: Abrüstung statt Sozialabbau heißt das Gebot der Stunde. Jürgen Todenhöfer (CDU) fordert in seinem Beitrag in der Zeitung „Freitag“ die massive Abrüstung der „Kriegshaushalte“ von USA und NATO-Partnern hin zu Verteidigungshaushalten. Seiner Schätzung nach können die USA ihre Rüstungsausgaben von über 600 Milliarden Dollar jährlich sogar halbieren – ohne ihr „Abschreckungspotential“ einzubüßen: „Sie wären nur nicht mehr in der Lage, mehrere Länder gleichzeitig anzugreifen und zwei große Kriege zur selben Zeit zu führen. Und das wäre gut so.“ Als Friedensbewegung können wir weiter gehen. Alle Kriege müssen sofort beendet werden, alle Waffen schweigen, die Nato muss als Kriegsbündnis aufgelöst werden. Alle Soldaten kehren aus Auslandseinsätzen zurück und Rüstungsproduktion wie -Exporte gehören ausnahmslos verboten.
Schon Einstein wies mit Nachdruck darauf hin: „Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten. Ein Zehntel der Energien, ein Bruchteil des Geldes wäre hinreichend, um den Menschen aller Länder zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen und die Katastrophe der Arbeitslosigkeit zu verhindern“ Es gilt endlich aus den vernünftigen Erkenntnissen der Geschichte und der Gegenwart zu lernen und es besser zu machen.
Wenn es nach Trump und Von der Leyen ginge, sollen die Nato-Länder künftig zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Rüstung investieren. Das hieße für Deutschland über 30 Milliarden Dollar jährlich - zusätzlich. Bereits heute geben allein die europäischen NATO-Partner über 231 Milliarden Dollar für Militär aus. Das ist zu Russlands Ausgaben ein Verhältnis von 4:1. Zusammen mit den USA (=848 Milliarden Dollar) liegt das Verhältnis bereits bei 14:1. Wer muss also vor wem Angst haben?
Ein Ende der Angst heißt: Schluss mit der mörderischen Rüstungsspirale zugunsten reichhaltiger Investitionen in das öffentliche Gemeinwesen: Soziales, Kultur, Gesundheit, Bildung, Infrastruktur für alle. Auch die Hochschulen haben darin Bedeutung: Für die Verunmöglichung von Rüstungsforschung respektive gesellschaftlich verantwortliche Wissenschaften für die Überwindung der globalen Ungleichheit und die Schaffung ziviler, demokratischer und friedlicher Verhältnisse.
 
Geht mit uns auf die Straße, für die Verwirklichung der Menschenrechte.
 
Hamburger Ostermarsch
Montag, 17. April – 12.00 Uhr
St.-Georgs-Kirchhof (U/S-Bahn Hbf.)